Reglement

ORGANISATIONS- UND GESCHÄFTSREGELEMENT (OGR)

Gestützt auf Art. 15 der Statuten des Verbandes St.Galler Volksschulträger gibt sich der Verbandsvorstand nachfolgendes Organisations- und Geschäftsreglement

 

A. ORGANISATION

Art. 1

Der Vorstand erfüllt seine Aufgaben zentral und dezentral in nachfolgenden Regionen

a) St.Gallen, Rorschach

b) Unterrheintal, Oberrheintal, Werdenberg, Sargans

c) Gaster, See

d) Ober-, Neu-, Alt-, Untertoggenburg

e) Wil, Gossau

Jede Region hat Anspruch auf 2 Vertretungen im Vorstand; davon ist mindestens 1 Mandat durch einen Schulratspräsidenten bzw. eine Schulratspräsidentin wahrzunehmen.

Zentrale Aufgaben

Art. 2

Der Vorstand

a) nimmt die Gesamtleitung des Verbandes und die Aufsicht über die Geschäftsführung der Geschäftsstelle wahr;

b) bereitet die Geschäfte der Hauptversammlung vor und erteilt die Vollzugsaufträge an die Geschäftsleitung;

c) vertritt den Verband nach aussen;

d) wählt die Geschäftsleitung, stellt sie an und steht ihr vor;

e) delegiert Aufgaben oder erteilt Aufträge an einzelne Vorstandsmitglieder, Regionsvertretungen oder besondere Sachverständige;

f) bestellt vorberatende Kommissionen und Arbeitsgruppen;

g) beschliesst über Aus- und Weiterbildungsangebote des Verbandes;

h) nimmt neue Mitglieder auf.

 

Regionale Aufgaben

Art. 3

Die Regionsvertretungen

a) sorgen für die Einbindung der Basis in die Verbandsarbeit, nehmen Anliegen auf und übermitteln in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle die nötigen Informationen in den Vorstand und an die Basis;

b) holen im Auftrag des Vorstandes für Vernehmlassungen des Verbandes regional die Meinungen der lokalen Schulbehörden ein und leiten diese an die Geschäftsstelle weiter;

c) initiieren und unterstützen den regelmässigen Erfahrungsaustausch unter den Schulratspräsidenten und –präsidentinnen in der Region;

d) organisieren zusammen mit der Geschäftsstelle die vom Vorstand beschlossene Aus- und Weiterbildungsangebote in ihrer Region;

e) vertreten in Absprache mit der Präsidentin/ dem Präsidenten den Verband an offiziellen Anlässen;

f) stellen gegenseitig die Stellvertretung in der Region sicher.

 

Wahlvorschläge

Art. 4

Der Vorstand unterbreitet der Hauptversammlung die Wahlvorschläge für nachfolgende Zusammensetzung des Vorstandes:

a) die Präsidentin / den Präsidenten;

b) je zwei Vertretungen der fünf Regionen;

c) regionsungebunden zwei bis drei weitere Mitglieder, wovon mindestens eine weitere Schulbehördenvertretung sowie eine Vertretung der Organisation regionaler Musikschulen (REMU).

Im Vorstand sind mindestens zwei Schulsekretärinnen oder Schulsekretäre vertreten.

 

Ausschuss

Art. 5

Der Ausschuss berät wichtige Geschäfte der Vorstandssitzung vor, namentlich – den Jahresbericht der Präsidentin/ des Präsidenten;

– Budget und Rechnung des Verbandes;

– Vernehmlassungen;

– Mitgliederanträge.

Die Ausschussmitglieder vertreten sich gegenseitig.

 

Präsidium

Art.6

Die Präsidentin/ der Präsident

a) lädt zu den Sitzungen des Vorstandes und des Ausschusses ein;

b) bestimmt die Geschäfte und leitet die Sitzungen;

c) entscheidet über Geschäfte, die keinen Aufschub gestatten. Präsidiale Entscheide werden an der nächsten Vorstands- und Ausschusssitzung zur Kenntnis gebracht;

d) erteilt der Geschäftsleitung die erforderlichen Aufträge und kontrolliert die Geschäftsführung;

e) vertritt den Verband nach aussen oder delegiert die Vertretung;

f) zeichnet für den Verband rechtsverbindlich zusammen mit der Geschäftsleitung oder einem weiteren Mitglied des Vorstandes.

 

Leitung der Geschäfts- und Informationsstelle

Art. 7

Der Geschäftssführer / die Geschäftsführerin (Geschäftsleitung)

a) führt die Geschäftsstelle des Verbandes;

b) nimmt an den Sitzungen des Vorstandes und des Ausschusses mit beratender Stimme teil;

c) führt die Beschlüsse der Verbandsorgane und die Aufträge des Präsidiums aus;

d) führt das Aktuariat einschliesslich Protokollierung und sämtlicher anfallender Sekretariatsarbeiten;

e) führt das Rechnungswesen einschliesslich Kasse, Budget, Rechnung Vermögensverwaltung;

f) legt Budget und Rechnung spätestens Ende Januar dem Präsidium zuhanden des Vorstandes und spätestens Mitte Februar der Geschäftsprüfungskommission vor;

g) sammelt allgemein interessierende Unterlagen über die Belange des Schulwesens und leitet sie an die Mitglieder weiter. Er/Sie beantwortet die laufenden Anfragen, berät und informiert die Mitglieder;

h) organisiert die Versammlungen, die zentralen Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen gemäss den Beschlüssen der Vorstandes;

i) unterstützt die Regionalvertretungen in ihren Aufgaben;

j) pflegt die Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle der regionalen Musikschulen (REMU).

 

Delegationen und Ressortverantwortungen

Art. 8

Der Vorstand kann Aufgaben dauernd oder im Einzelfall an den Ausschuss, ans Präsidium oder Vizepräsidium, an die Regionalvertretungen oder an einzelne Vorstandsmitglieder delegieren.

Der Vorstand bezeichnet namentlich folgende Ressortverantwortungen

a) Musik

b) Sonderpädagogik

c) Schulische Dienste (Schulärztlicher Dienst, Schulzahnärztlicher Dienst, Schulpsychologischer Dienst)

d) Organisationsentwicklung in der Volksschule

e) Pädagogische Schulentwicklung

f) Personelles, Arbeitsverhältnis und soziale Stellung der Lehrkräfte

Beizug von Sachverständigen

Art. 9

Der Vorstand kann zu einzelnen Geschäften Sachverständige beiziehen, insbesondere einen Rechtskonsulenten bestimmen und beauftragen.

 

B. REGELN DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Art. 10

Der Vorstand

a) ist zu mindestens vier ordentlichen Sitzungen im Jahr einzuberufen;

b) legt die Termine zu Beginn des Jahres fest;

c) nimmt an der ersten Sitzung nach Wahlen die Konstituierung vor;

d) ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist;

e) entscheidet mit dem einfachen Mehr der Stimmenden. Bei Stimmen-gleichheit zählt die Stimme des Präsidenten / der Präsidentin doppelt;

f) kann auf Antrag des Ausschusses, des Präsidiums oder eines jeden Vorstandsmitgliedes zu ausserordentlichen Sitzungen einberufen werden. Entsprechende Anträge sind mit der Begründung dringlicher Traktanden dem Präsidium einzureichen. Dieses setzt die Sitzung spätestens vier Wochen seit Eingang des Begehrens an;

g) kann die Behandlung nicht traktandierter Geschäfte beschliessen, sofern eine Mehrheit dies verlangt;

h) überträgt die Protokollierung der Geschäftsleitung.

 

C. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Revision
Art. 11
Der Vorstand passt das Organisations- und Geschäfsreglement veränderten oder neuen Bedürfnissen durch erforderliche Revisionen an.

Inkrafttreten
Art. 12
Dieses Reglement tritt zusammen mit den neuen Verbandsstatuten am 1. Mai 1999 in Kraft.

Mols, 29. März 1999

Der Vorstand des Verbandes St.Galler Volksschulträger (SGV)

Der Präsident: Markus Sprenger
Der Aktuar: Pius Benz